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Zwei unserer Coachees – Modbird und hands on sound – wurden von Experten der Kultur- und Kreativbranche als “Kultur- und Kreativpiloten Deutschland” ausgezeichnet.

Dieser Wettbewerb wird vom U-Institut für unternehmerisches Denken und Handeln, vom RKW Kompetenzzentrum, der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert und zielt darauf ab, Ideen zu ehren, die nur ungewöhnlich sind, sondern auch Marktpotenzial haben. Dabei werden Menschen gesucht, die mit einer besonderen kreativen oder kulturellen Idee unternehmerisch durchstarten möchten.

hands on sound haben es geschafft, innerhalb von 2 Jahren, sich erfolgreich als Referenz im Bereich der akustischen Szenografie zu profilieren. Sie bewegen sich zwischen Kunstinstallation und Markenkommunikation, in dem sie einzigartige und maßgeschneiderte Klangwelten entwickeln, die sowohl interaktiv als auch generativ sind. Sensoren und Interfaces registrieren Nutzerverhalten, Bewegungen, Berührungen, Licht und vieles mehr – ein spezieller Algorithmus steuert auf dieser Basis Klang, Sprache oder Musik.

Modbird arbeitet seit Oktober 2009 an der Entwicklung und Vermarktung eines voll modularen Produktsystems elektrischer Gitarren, bei dem sämtliche Komponenten schnell und leicht austauschbar sind. Gitarristen bekommen die Freiheit einer individuellen Zusammenstellung aus über 10.000 Möglichkeiten, gefolgt von den Vorteilen schneller und kostengünstiger Nach- und Umrüstungen in puncto Sound, Qualität, Material und Aussehen. Das Unternehmen hat bereits alle drei Stufen des Business Plan-Wettbewerbs gewonnen ist gerade auf der Suche nach Investoren. Bei Interesse, bitte melden!

Mit ihrer Auszeichnung als ”Kultur- und Kreativpiloten Deutschland” gewinnen sie auch Unterstützung bei ihrer Markteintritt im Form von Experten-Workshops zu marktrelevanten Themen, Individuelle Begleitung durch erfolgreiche Branchenpiloten und Kontakte zu anderen kreativen Vordenkern.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei!

The Marketing Catalysts haben Slava Rubin - CEO von Indiegogo –  auf dem 7. Berliner stARTtogether getroffen. Indiegogo is die weltweit grösste funding Plattform. Die stARTtogether Veranstaltungen werden regelmäßig von der  StART Conference e.V. organisiert und erforschen verschiedene Aspekten von Social Media in Kultur bzw. Kulturmanagement, indem sie einen Dialog zwischen Profis und Besucher in einer lockeren Atmosphäre entwicklen.

Dieses Mal haben sie Slava Rubin eingeladen, damit er tiefer in das Thema Crowdfunding / Crowdsourcing geht, sowie Konrad Lauten von Inkubato und Denis Bartelt von Startnext, die deutschen Pendants zu Indiegogo.
Sie haben erstmal die Differenz erklärt zwischen Crowfunding – wo Projekte mit Hilfe der Community finanziert werden – und Crowdsourcing – wo die Community in die Kreation als Ideengeber einbezogen wird – und ihre jeweiligen Projekten vorgestellt.

Rubin Slava hat betont, wie wichtig es ist für Projekte, die solche Finanzierung abzielen, sich erstmal eine Audienz zu schaffen – Mit Hilfe von Viral marketing zum Beispiel. Man kann diese Audienz binden, indem man Incentives anbietet, wie Anteile im Unternehmen oder “emotionale” Geschenke. Aber man sollte immer auf die rechtliche Aspekte achten!

Das war ein sehr interessanter Abend, das viele unserer Kunden Finanzierung auf diesem Weg suchen.
Wir freuen uns schon auf die nächste StARTtogether Veranstaltung!

 

Unser Coachee kunst-stoff GmbH ist ein unabhängiger Berliner Spiele-Entwickler und -Produzent. Neben der Entwicklung von Spielen für PC/Mac, Konsolen und mobile Plattformen, produziert kunst-stoff interaktive Exponate für Kunden aus Industrie und Kultur und investiert in die Entwicklung von Technologie.

Im Juni 2011 kam kunst-stoffs Eigenproduktion PUDDING PANIC auf den Markt. Das Spiel hat nicht nur hervorragende Kritiken erhalten sondern auch den red dot design award – weltweit größte Designwettbewerb - gewonnen! 
Der red dot design award zeichnet seit 1954 herausragendes Design aus. Der begehrte „rote Punkt“ hat sich seither als international anerkanntes Qualitätssiegel etabliert und wird heute in verschiedenen Disziplinen vergeben.

Aus der red dot Pressemitteilung: “Die Jury war sich einig: Für die hervorragende Arbeit PUDDING PANIC erhielt kunst-stoff im red dot award: communication design, einem der international größten und renommiertesten Designwettbewerbe, den begehrten red dot. Damit wird dem Preisträger ein sehr hohes Gestaltungsniveau bescheinigt. 15 Juroren, allesamt international renommierte Designexperten, beurteilten in einem mehrtägigen Prozess jede einzelne der insgesamt 6.468 Einreichungen. Gerade einmal 608 Arbeiten wurden mit einem red dot ausgezeichnet. In der Sonderausstellung „Design on stage – winners red dot award: communication design 2011“ in der Alten Münze Berlin werden alle Gewinnerarbeiten 2011 präsentiert.”

Wir sind extrem stolz auf kunst-stoff und wünschen Patrick Rau – dem Geschäftsführer – und seinem Team weiterhin viel Erfolg!

Am 10. Juni 2010 wurde im Rahmen einer Konferenz der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung das neue Regionalbüro für Berlin, Brandenburg vorgestellt.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der die Konferenz eröffnete und in seiner Eingangsrede die internationale Anziehungskraft Berlins als „Creative City“ auf der Landkarte der Kreativstädte betonte, wies auf die besondere Rolle des neu eröffneten Regionalbüros Berlin Brandenburgs hin, das die kulturwirtschaftlichen Aktivitäten der beiden Länder sinnvoll ergänzen und optimieren soll.

Die Schwierigkeiten mit denen die Kreativindustrie zu kämpfen hat, liegen in den spezifischen Besonderheiten der Branche. Kreativschaffende weichen in ihren Wertschöpfungsketten und Arbeitsprozessen stark von traditionellen Wirtschaftszweigen ab. Neben der Vielfalt der Teilmärkte ist zudem der hohe Anteil an Freiberuflern sowie Klein- und Kleinstunternehmern charakteristisch für den kreativen Sektor.

Dieser so kleinteilige Markt ist zugleich aber auch eine wichtige Schnittstelle traditioneller Wirtschaftsbereiche, neue Technologien und moderner Informations- und Kommunikationsformen.

Um dem innovativen und wirtschaftlichen Potential der Kreativindustrie Rechnung zu tragen hat die Bundesregierung 2007 die „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft“ gegründet. Das Ziel: Die Kultur- und Kreativwirtschaft als eigenständiges Wirtschaftsfeld und als Wachstumsbranche zu etablieren und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Etwa über eine Verbesserung der wirtschaftlichen  Vernetzung innerhalb der Branche und den Zugang zu Informationen über Fördermöglichkeiten oder den Zugang zu Fremdkapital. Zudem sollen Gründer und Gründerinnen aus der Kultur und Kreativwirtschaft besser qualifiziert werden.

In diesen Kontext gehörte auch der Workshop an dem The Marketing Catalysts auf der Konferenz teilnahmen: „Organisierte Kreativität“: Wie ‚anders’ sind kreative Geschäfts- und Organisationsmodelle?

Anders eben. Hier funktionieren nicht nur klassische Managementinstrumente, sondern ganz spezifische Tools. Wachstum erfolgt eher „organisch“ als mathematisch. Interdisziplinäre Arbeit hat eine besondere Bedeutung inne, die sich auf der Dienstleistungsebene und in den Vertriebsperspektiven niederschlägt.
Und: Creatives brauchen Ansprechpartner, die sich wirklich auskennen und eine Art „Übersetzerrolle“ übernehmen  – zwischen der rein ökonomischen Welt und der etwas chaotischen Kunstboheme, zwischen kühlen Zahlen und sich selbstausbeutenden, leidenschaftlichen Kreativen, zwischen starren Formularen und fließenden Denkweisen. Experten, die helfen, zwischen Kunst und Kommerz die Balance erfolgreich zu halten.

Die Marketing Catalysts gibt es nun auf Twitter. Hier erfahren Sie von der Berliner Kreativwirtschaft und deren anstehenden Events, die die Marketing Catalysts besuchen werden.

Folgen Sie unserem Kulturkalender unter twitter.com/MkgCatalysts.

“Zocken mit den Kreativen”! So fängt ein Artikel von Georg Fahrion (taz) an, und geht weiter mit “Mehr Geld für die boomende Kreativindustrie: Die landeseigene Investitionsbank legt einen Risikokapitalfonds auf. Mit den 30 Millionen Euro sollen ausgesuchte Existenzgründer rasch expandieren – und dem Fonds Gewinne einbringen. Kreative Unternehmen und turbokapitalistische Finanzierungsmodelle – geht das zusammen?”

Diese Frage berührt wirklich das Knot, das Dilemna vieler Kreativunternehmer und Künstler. Hier wirken anscheinend tief verwurzelte gegenseitige Berührungsängste zwischen Wirtschaft und Kultur nach – eine echte Haß-Liebe! Termini wie „Geschäftsmodell“, „Umsatzpotenzial“ oder „Vertriebliche Kanäle“ schrecken nur ab. Aber ganz ehrlich: wenn auch viele Kreative und Künstler mit Kommerz nichts zu tun haben möchten, würden sie doch lieber von der eigenen Kunst und kreativen Ideen leben, als einen meist zeitintensiven Nebenjob annehmen, der sie vom Kreativprozess abhält und nur annähernd ernähren kann.

Bei den Kreativen tickt der Markt nicht nur nach den üblichen Mechanismen, weil kreative Innovationen, kulturelle Leistungen oder sogar Kunst sehr eigene “Güter” sind, für das andere Werte gelten. Gerade Künstler sind keine Unternehmer, die gemäß den Regeln des Marktes agieren. Im Vordergrund steht das künstlerische Werk, die Materialisierung einer großartigen Idee, den Ausdruck einer Emotion… Diese Arbeit folgt anderen Gesetzmäßigkeiten. Aber ab dem Moment, wo Künstler Ihre Arbeit potentiellen Interessenten, ob Abnehmer oder Agenten, anbieten wollen, müssen sie sich bewusst sein, Teil eines spezifischen Marktes zu sein und dass sie sich auf diesem bewegen und durchsetzen müssen. Dieses Bewusstsein hilft, das Verhältnis zwischen den Verwerterunternehmen und den Künstlern als Teil der Kulturwirtschaft entspannter zu betrachten! Architekten, Softwareentwickler von Games, Verlaghäuser, Filmproduktionsfirmen, Modeagenturen… einfach Unternehmen, die wie alle andere auch funktionnieren wollen, Geld brauchen und auch erwirtschaften. Das Wirtschaftspotenzial des kreativen Sektors wird gerade neu entdeckt. Viel zu wenig wurde bisher die so genannte Kulturwirtschaft als echter Teil der Wirtschaft betrachtet. Es war Zeit. Ja, das sind spezifische Betriebe, mit spezifischen Bedürfnisse. Dafür müssen sie nicht bis zur Ewigkeit dem Cliché der hungernden, “arm aber sexy” Kreativen entsprechen…

Dabei handelt es sich eben nicht um die „Totalökonomisierung“ des kreativen Sektors, und hoffentlich nicht um eine Turbokapitalisierung des Kulturmarktes und des Kunsts, sondern um einen angemessenen Zugang zu Märkten, den Weg zum Erfolg zwischen Kultur und Kommerz, damit die -überwiegend kleinen- Betriebe ihre Existenz langfristig sichern können.