Gestern Abend wurde Sharon Adler, der Gründerin und Macherin von Aviva Berlin, einem Online-Portal für und von Frauen der renommierte Deutsche Frauenpreis verliehen. Adler war ausgewählt worden für ihren langjährigen professionellen, journalistischen und politischen Einsatz zur Förderung der Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft. Sie setzt sich besonders dafür ein, jüdische Frauen und jüdisches Leben in der Stadt sichtbar zu machen. Seit 1987 wird der Deutsche Frauenpreis an Frauen verliehen, die sich mit besonderem Engagement für Frauen und für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzen.
Im Rahmen eines feierlichen Festakts mit musikalischer Begleitung im Roten Rathaus hielt Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen eine bewegende Ansprache, die verdeutlichte, dass noch immer ein langer Weg in Richtung Gleichstellung vor uns liegt.
Hier ein kleiner Auszug aus Frau Kolats Rede:
„Sharon Adler ist eine engagierte Streiterin für die Gleichstellung von Frauen, für soziale Gerechtigkeit und für den Dialog zwischen den Kulturen. Im Medium des Internets hat sie mit der Gründung ihres bundesweit bekannten Online-Magazins für Frauen Aviva eine Öffentlichkeit für Frauen und eine Vernetzung von Fraueninitiativen dieser Stadt geschaffen. In dem wichtigen Zukunftsfeld Medien behauptet sie sich als Journalistin und Chefredakteurin mutig und kreativ. Die Darstellung von Themen von und für Frauen insbesondere abseits gängiger Rollenklischees ist das Anliegen von Sharon Adler, das sie tatkräftig und unermüdlich in vielen Kontexten vertritt. In ihrem Bildband „Damenwahl – Frauen und ihre Autos“ räumt sie mit dem gängigen Frauenbild in Zusammenhang mit Autos und Technik auf. Mit ihrem Einsatz trägt sie dazu bei, das vielfältige kreative Schaffen von Frauen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Mit Sharon Adler haben wir eine würdige Trägerin des Frauenpreises 2012 gewählt.“