
Am Mittwoch wurde im Kino International das 8. achtung berlin Filmfestival eröffnet. Der diesjährige Eröffnungsfilm “Puppe, icke und der Dicke” von Felix Stienz ist ein europäisches Roadmovie um drei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf dem Weg von Berlin nach Paris und dann wieder Berlin, kreuzen sich ihre Wege mehrfach und am Ende entspinnt sich, aller Widrigkeiten zum Trotz, eine feine Freundschaft zwischen den dreien.
Der große Kinosaal des International war bis auf den letzten Stuhl gefüllt und das Publikum trotz der Verzögerung gut gelaunt. Wer daran wohl einen großen Anteil hatte war Jasin Challah, der selbst eine kleine Nebenrolle im Film hat, an diesem Abend jedoch als Animateur am Keyboard virtuos das wartende Publikum bespaßte.

Die diesjährige Retrospektive ist übrigens dem Filmland Brandenburg gewidmet, das die älteste Filmlandschaft nach Hollywood ist! Passend dazu wurde die Retrospektive am Donnerstag im Babylon Mitte mit einem der ersten deutschen Langfilme überhaupt eröffnet: mit “Der fremde Vogel”, einem Stummfilm von Urban Gad aus dem Jahr 1911. Asta Nielsen, die darin die tragische weibliche Hauptrolle spielt, wurde durch diesen Film, der den schönen Untertitel “Eine Tragödie im Spreewald” trägt, zum Sexsymbol. Weil sie ihre nackten Unterschenkel zeigte. Begleitet wurde dieser wunderbare kleine Film von Carsten-Stephan Graf von Bothmer, dem derzeit bedeutendsten Stummfilmpianisten Deutschlands. Alles in allem eine sehr gelungene und beeindruckende Vorführung.
Wir sind gespannt, welche Überraschungen das Festival noch für uns bereithält! Bis zum 25.04. besteht noch die Gelegenheit, sich die Filme anzusehen. Mehr Infos gibt es auf der Festival-Website.








